Altpapier

30qm_fruehjahrsputz-02Notiz­zettel, Tele­fon­bü­cher, alte Reise­führer, Bedie­nungs­an­lei­tungen der letzten fünf Fern­seher, die Fern­seh­zeit­schriften des letzen Jahres, alte Kassen­bons… Papier ist ein großer Platz­fresser und etwas, wo das Wegwerfen am wenig­sten weh tut. Jeden Papier­schnipsel, den man in seiner Wohnung in die Finger bekommt, sollte man prüfen und so schnell wie möglich entsorgen. Wer Computer-affin ist, dem fällt das vermut­lich leichter, denn er hat die Mehr­heit dieser Dinge schon digi­ta­li­siert. Wer am Papier hängt, der sollte sich ange­wöhnen, regel­mäßig abzu­heften und auszu­sor­tieren.

Es mag immer wieder gute Gründe geben, alte Ausgaben von Vogue, C’t , der Zeit oder der FAZ aufzu­heben. Man sollte sich aber immer fragen, ob man die Hefte wirk­lich braucht. Wenn man Abon­nent ist, kann man bei den meisten Zeit­schriften inzwi­schen online auf das Archiv zugreifen. Wenn nur ein Artikel inter­es­sant ist, so muss man deswegen nicht die komplette Ausgabe aufheben. Wenn man sich dafür entscheidet, die Ausgaben trotz allem aufzu­heben, so sollte man einen festen Lagerort in der Wohnung oder im Keller oder wo auch immer schaffen, der für die näch­sten Jahre ausrei­chend Kapa­zität hat.

Wer sich mit dem Digi­ta­li­sieren anfreunden kann, der sollte sich nach günstigen Doku­men­ten­scan­nern oder einer OCR-Soft­ware umschauen. Life­hacker hat sich vor kurzem mit dem Thema beschäf­tigt und bietet einen guten Start, wenn man hier weiter einsteigen möchte. Oft reicht es schon, den Schnipsel mit dem Smart­phone zu foto­gra­fieren, den Text anschlie­ßend per OCR zu erfassen und das ganze dann auf der eigenen Fest­platte abzu­legen. Spei­cher­platz auf der Fest­platte ist in jedem Fall billiger, als Stau­raum in Wohnung und Keller. Wer es noch weiter erschlie­ssen möchte, kann seine digi­ta­li­sierten Texte mit in der Cloud Ever­note oder lokal mit DEVONt­hink* durch­suchbar machen.

Freunde der Papier­ab­lage sollten sich die Zeit und das Budget nehmen und ein System anschaffen, dass sie gerne und einfach befühlen. Nicht nur beim Büro­be­darf findet man hier diverse Möglich­keiten, auch Amazon bietet hier einen große Auswahl an Hänge­re­gi­stern und ähnli­chem. Wichtig dabei ist: Das System muss einfach zu hand­haben sein und darf nicht im näch­sten Jahr schon aus den Nähten platzen. Wer theo­re­ti­sche Inspi­ra­tion in Sachen Ablage sucht, dem sei Getting Things Done: the art of stress-free produc­tivity von David Allen (@gtdguy) empfohlen. Oder wer es lieber auf Deutsch lesen mag: Wie ich die Dinge gere­gelt kriege: Selbst­ma­nage­ment für den Alltag.

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