Spotlight – Was kann mein Mac

Seit Yose­mi­te kann Spot­light auf dem Mac rich­tig viel. Es ist von den Funk­tio­nen her der iOS-Suche sehr ähn­lich und für die meis­ten Anwen­dungs­fäl­le brauchst du kei­nen ande­ren App-Laun­cher.

Mit Yose­mi­te wur­de Spot­light deut­lich auf­ge­wer­tet. Zu der Zeit hat­te ich gera­de geschaut, ob Alfred oder Launch­bar in mei­nen Work­flow pas­sen. Da ich noch unschlüs­sig war, habe ich dann erst­mal Spot­light aus­pro­biert. Bis heu­te bin ich dabei geblie­ben, da ich bis­her noch nichts ver­misst habe.

Spot­light wur­de von sei­nem Platz oben rechts in der Ecke befreit und du kannst mit ⌘+Leer­tas­te ein schi­ckes, schma­les Fens­ter mit­ten auf dem Bild­schirm öff­nen. Das lässt sich auch ver­schie­ben, aber für mich funk­tio­niert mit­tig gut. Dort fängst du ein­fach an zu tip­pen. Die Tas­ten­kom­bi­na­ti­on funk­tio­niert über­all, wo du gera­de bist, also auch im Voll­bild­mo­dus.

Spot­light fin­det alles, was auf dei­nem Mac ist und du in den Sys­tem­ein­stel­lun­gen nicht expli­zit aus­ge­schlos­sen hast. Die Ein­stel­lungs­mög­lich­kei­ten sind hier zuge­ge­be­ner­ma­ßen dünn. Aber ehr­lich gesagt, will ich hier auch gar nicht so viel ein­stel­len, denn Spot­light soll ja alles fin­den. Ich will nicht jedes­mal über­le­gen, ob ich etwas nicht fin­de, weil ich es nicht inde­xie­ren las­se.

Ich fin­de sehr schön, dass bei den Such­ergeb­nis­sen auch alle Inhal­te mei­ner DEVONthink-Daten­bank ange­zeigt wer­den. Hier muss bei den Daten­ban­ken in DEVONthink aller­dings in den Eigen­schaf­ten die Inde­xie­rung mit Spot­light erlaubt sein.

Und noch schö­ner fin­de ich, dass auch die Daten aus der iCloud, genau­er gesagt aus den “Mobi­le Docu­ments”, mit in den Such­ergeb­nis­sen erschei­nen: zB die Daten von Ulys­ses. Die­se Daten sind nicht über den Ord­ner iCloud­D­ri­ve zugäng­lich und seit El Capi­tan auch lei­der nicht mehr ohne wei­te­res über User > Libra­ry > Mobi­le Docu­ments zu errei­chen.

Suchen mit Spotlight

Die Such­ergeb­nis­se sind einer­seits nach Rele­vanz sor­tiert und ande­rer­seits nach Typ grup­piert. Das ist prak­tisch, wenn du zB schon weißt, dass du nach einer Email oder nach einer Tabel­le suchst. Eben­so gibt es für alle Such­ergeb­nis­se eine Vor­schau.

Spot­light lernt dich ken­nen. Das wird oft noch anders dar­ge­stellt, weil es frü­her nicht ging. Inzwi­schen merkt sich Spot­light, wel­ches Ergeb­nis du zu einem Such­be­griff ange­klickt hast. Wenn du den Begriff das nächs­te Mal ein­gibst, zeigt Spot­light dir die betref­fen­de Datei wei­ter oben in der Tref­fer­lis­te. Beson­ders wenn du mit Spot­light star­test oder einen neu­en Com­pu­ter bekommst, kannst du das gut beob­ach­ten. Oder auch, wenn du Pro­gram­me hast, die mit den glei­chen Buch­sta­ben begin­nen. Dann wird Spot­light dir sehr schnell das Pro­gramm als ers­tes anzei­gen, das du in der letz­ten Zeit häu­fi­ger aus­ge­wählt hast.

Programme und Dateien mit Spotlight öffnen

Und da sind wir auch schon bei der Funk­ti­on, für die ich Spot­light mit Abstand am meis­ten nut­ze: das Öff­nen von Pro­gram­men. Kein über­quel­len­des Dock mit win­zi­gen Icons. Kei­ne Hin- und Her­wi­schen im Launch­pad. Kein umständ­li­ches Öff­nen eines Fin­der-Fens­ter, wech­seln zu den Pro­gram­men und scrol­len. Ein­fach ⌘+Leer­tas­te und los getippt, schon kommt das Such­ergeb­nis, das du nur noch bestä­tigst und prompt öff­net sich das Pro­gramm dei­ner Wahl.

Ich nut­ze Spot­light auch zuneh­mend mehr, um ein­zel­ne Datei­en zu öff­nen. Das funk­tio­niert genau­so wie mit Pro­gram­men: Anfan­gen den Datei­na­men zu tip­pen und dann die gewünsch­te Datei aus der Ergeb­nis­lis­te aus­wäh­len. Hier lie­fert Spot­light auch eine Vor­schau der Datei, so dass du prü­fen kannst, ob du das rich­ti­ge Doku­ment erwischt hast.

Spotlight rechnet

Wirk­lich nütz­lich fin­de ich aber auch die ande­ren klei­nen Din­ge, die Spot­light kann. Die brau­che ich zwar nicht jeden Tag, aber eben ab und an und dann sind sie wirk­lich prak­tisch. Spot­light kann zB Wäh­run­gen umrech­nen. Nicht alle, aber die wich­tigs­ten fünf. Du gibst einen Euro­be­trag ein und bekommst die Wech­sel­kur­se für US-Dol­lar, Kana­di­sche Dol­lar, Schwei­zer Fran­ken, Yen und Bri­ti­sches Pfund ange­zeigt. Für’s Kochen fin­de ich die Umrech­nung von Maß­ein­hei­ten oder Tem­pe­ra­tu­ren beson­ders nütz­lich, weil ich häu­fig eng­li­sche Rezep­te aus­pro­bie­re. Eben­so kann Spot­light klei­ne­re Rech­nun­gen direkt aus­füh­ren. Oft ist das schnel­ler als die Rech­ner-App zu öff­nen.

Kontakte mit Spotlight

Und Spot­light kann Kon­tak­te fin­den. Hier fin­de ich beson­ders gut, dass ich die Kon­takt­in­for­ma­tio­nen direkt in der Vor­schau von Spot­light ange­zeigt bekom­me und zB eine Tele­fo­num­mer oder E-Mail-Adres­se kopie­ren kann. Ich kann aber auch aus Spot­light her­aus einen Anruf star­ten oder eine Email schrei­ben.

Eigene Kommentare im Spotlight-Index

Ein klei­nes Gim­mick, das vie­le Mac-Nut­zer schon seit sehr lan­ger Zeit haben, aber ger­ne ver­ges­sen: du kannst eige­ne Ein­trä­ge zum Spot­light-Index für ein Pro­gramm oder eine Datei hin­zu­fü­gen. Wäh­le dazu aus dem Kon­text­me­nü eines Objekts “Infor­ma­tio­nen“ aus (⌘I) und füge ein­fach im Feld „Kom­men­ta­re“ belie­bi­gen Text hin­zu.

Was kann Spotlight noch?

  • Musik fin­den und steu­ern
  • Fotos aus der Fotos-App fin­den
  • das Web durch­su­chen

Eine Beschrei­bung, was Spot­light alles kann, fin­dest du bei Apple in den Sup­port-Doku­men­ten. Bevor du Geld für Alfred oder Launch­bar in die Hand nimmst, pro­bie­re erst­mal, wie weit du mit Spot­light kommst. Oft reicht schon, was macOS von Haus aus mit­bringt.

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